Paris-Kursfahrt
Die diesjährige Kursfahrt der Tutorien ECH301, EDE301 und EFR301 des aktuellen 13. Jahrgangs ging in die französische Landeshauptstadt Paris, wo, neben etlichen weiteren weiterbildenden Punkten, die Katakomben und das Musée d‘Orsay auf dem Programm standen. Diese wurden von zwei Gruppen in Begleitung von jeweils zwei Lehrkräften nach Interesse besucht und im Folgenden werden unsere Eindrücke geschildert.
Les catacombes de Paris
Die Katakomben von Paris, die ursprünglich Gipssteinbrüche waren, sind das unterirdische Beinhaus der Stadt. In diesem Labyrinth aus Gängen und Sackgassen sind bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts, nach der Schließung vieler Pariser Friedhöfe, die Gebeine von etwa 6 Millionen Leichen überführt worden. Seit dem Jahr 1809 ist ein Teil der Katakomben als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Eingang erfolgt über einen Abstieg von 136 Stufen in die Tiefe. Dort unten beträgt die Temperatur 14 Grad Celsius, man sollte sich also nicht nur im T-Shirt nach unten begeben. Auch für an Klaustrophobie leidende Menschen ist die Route von ca. 2 Kilometern nicht geeignet, da es manchmal sehr eng werden kann. Umso interessanter sind die Katakomben für diejenigen, die sich für Geschichte interessieren. Der kostenlose Audio Guide begleitet das Erlebnis mit interessanten Fakten. So erfährt man unter anderem zu Beginn, dass Paris Ende des 18. Jahrhunderts aufgrund der wachsenden Bevölkerung, Seuchen und Hungersnöte nicht genug Platz auf den Friedhöfen hatte. Daher hat man die sterblichen Überreste der Menschen in die stillgelegten Kalkbrüchen verlagert. Aber auch für alle anderen wirken die eng aufeinander gestapelten und kunstvoll drapierten Gebeine sicherlich eindrucksvoll, vielleicht sogar makaber. Ganze Gänge sind an den Seitenwänden bis zur Decke überfüllt von menschlichen Knochen. Diese dürfen jedoch weder angefasst noch fotografiert werden. Ebenso eindrucksvoll sind die vielen Zitate von berühmten Philosophen und Schriftstellern auf französisch, aber auch auf Latein, die den ein oder anderen Lateinliebhaber erfreuen sollten. Der Aufstieg aus den Katakomben führt schließlich zu einem Museumsshop, in dem man einzigartige Andenken kaufen kann.
Le Musée d‘Orsay
Das Museum, welches seit 1986 m ehemaligen Gare d‘Orsay untergebracht ist, deckt die bildende Kunst vom Zeitraum 1884 bis 1914 ab. Wir konnten uns eine Fuührung per Audioguide geben lassen und erfuhren so nach Bedarf mehr über ausgewählte Kunstwerke und deren Künstler/innen. Der Aufbau des Museums erinnert doch trotz Umbau noch stark an eine Bahnhofshalle, denn nach Betreten blickt der Besuchende in eine Halle mit zentral platzierten Statuen. Rechts und links derer gehen je mehrere nummerierte Eingänge zu Nebengalerien ab, in denen thematisch gruppierte Gemälde, sowie Skulpturen zu bewundern sind. Auch gibt es temporäre Ausstellungen – aktuell werden, unter anderem, Werke der norwegischen Künstlerin Harriet Backer unter dem Titel „La musique des couleurs“ ausgestellt. Die weiteren Stockwerke teilen sich in die Galerie der Statuen, von welcher man nicht nur die Skulpturen hautnah bestaunen kann, sondern auch einen weiten Blick auf die Architektur des Gebäudes und unteren die Galerien hat, sowie auch noch in andere Ausstellungen. Auf der Seine-Seite des Museums befindet sich, nach einem kurzen Gang entlang des Museumsrestaurants, die meistbesuchte Ausstellung, da sich dort Gemälde wie Monets „Wasserlillien in Blau“ oder auch van Goghs „Selbstporträt“ befinden. Dies sind natürlich nicht die einzig nennenswerten Werke der dort vertretenen Impressionisten, jedoch um die Essenz dieser wahrlich wahrnehmen zu können, sollte das Museum selbst besucht werden…
Wir danken dem VEU sehr herzlich für die großzügige Unterstützung!
Lena-Marie Müller
Tomke Determann